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Informationen zur Homöopathie Trotz aller Erfolge der Medizin nehmen die chronischen Erkrankungen dramatisch zu. Schulmedizinische Therapie kann zwar oft lindern, aber die Erkrankung meist nicht von der Wurzel her in einem heilenden Sinne beeinflussen. Die klassische Homöopathie hat in den letzten 200 Jahren gezeigt, dass sie gerade bei diesen chronischen, manchmal auch aussichtslos erscheinenden Fällen oft erstaunliche Resultate erzielen kann. Wenn ein Patient unterschiedliche Beschwerden hat, behandelt man unter dem Gesichtspunkt der Schulmedizin meist die einzelnen Symptome und Beschwerden für sich. Man tut hier etwas für den Rücken, da etwas anderes für den Bluthochdruck und wieder etwas anderes für die Magenbeschwerden. Die klassische Homöopathie stellt in der Tiefe die Weichen mit einem homöopathischen Arzneimittel, das die Gesamtheit der Symptome deckt und auch beeinflussen kann. "Das höchste Ideal der Heilung ist die schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und Verníchtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachteiligsten Weg, nach deutlich einzusehenden Gründen."
Hahnemanns Selbstversuch mit der Einnahme von Chinarinde kann als Grundstein für eine neue Therapieform gesehen werden. Hahnemann nahm in einem Selbstversuch als gesunder Mensch in regelmäßigen Abständen Chinarinde ein und entwickelte Krankheitszeichen der Malaria, welche nach dem Absetzen des Mittels wieder verschwanden. Aus seiner Entdeckung heraus stellte er die Ähnlichkeitsregel auf: Similiar similibus curentur = Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden Nach dieser Entdeckung begann er mit einigen ebenfalls interessierten Ärzten, systematisch eine Reihe von Stoffen einzunehmen und deren Wirkung bis in kleinste Detail aufzuschreiben.Sechs Jahre lang dauerten diese Tests. Gleichzeitig stellte Hahnemann aus der internationalen medizinischen Literatur der Jahrhunderte einen umfangreichen Katalog sämtlicher Vergiftungen zusammen. Die Gesamtheit der Informationen aus der Arzneimittelprüfung am Gesunden, die Ergebnisse der Toxikologie und Pharmakologie sowie der Anwendung am Kranken ergeben das sog. Arzneimittelbild im Einzelnen, im Zusammenschluss die sog. Materia Medica. Krankheit aus homöopathischer Sicht
Im Gegensatz zur klassischen Medizin sind in der Homöopathie die Symptome, mit denen die Patienten in die Praxis kommen Ausdruck der verstimmten Lebenskraft.
Für jeden Reiz gilt: nicht die Stärke der Aktion, sondern die Reaktion auf den gesetzten Reiz ist entscheidend für den Erfolg. In dem oben genannten Beispiel bekommt der Organismus einen Reiz durch den Schnee; in der Homöopathie ist es die Arznei, welche einen Reiz ausübt. Durch die Gabe der Arznei wird die Lebenskraft unterstützt bei dem Bestreben, wieder ins Gleichgewicht zurückzukehren, der Organismus reguliert sich selbsttätig - daraus folgt eine Stärkung der Lebenskraft, die zu einer Aktivierung des Abwehrsystems führt. Die homöopathische Arznei Die homöopathische Arznei, die aus dem Mineral-, Pflanzen- oder Tierreich stammen kann, wird nicht in der Urform gegeben, sondern "verdünnt und geschüttelt". Die tiefe Wirkung der Substanz als Heilmittel wird auf diese Weise erzeugt und verstärkt. Jede natürliche Arznei hat einen ganz eigenen und charakteristischen Informationsgehalt. Während des Potenzierungsvorgangs, wird der Informationsgehalt der Arznei in Form einer spezifischen Energie freigesetzt und auf das Lösungsmittel übertragen. Das Verdünnungsmedium Wasser/Alkohol. dient quasi als Informationsspeicher. Hier bietet sich ein Vergleich an:Schmilzt man eine Schneeflocke (keine Schneeflocke gleicht der anderen) und friert sie unter kontrollierten Bedingungen wieder ein, so erhält sie ihre ursprüngliche Form zurück. Das Wasser "merkt" sich also die Form der Schneeflocke bzw. die Information der Pflanze, des Tieres oder des Minerals. So unglaublich es scheinen mag, der einfache Prozess von Verdünnen und vorschriftsmäßigem Schütteln einer Substanz, Potenzierung genannt, verstärkt die Heilkraft, während die unerwünschten Verschlimmerungen weniger stark auftreten. Die Prüfungen und die Anwendungen bestätigen das Paradoxon, dass die Arznei immer dünner wird im schulmedizinischen (materiellen) Sinn aber immer dynamischer und kraftvoller im homöopathischen Sinne. Den Wirkmechanismus dieser Potenzen kann man sich chemisch nur schlecht erklären. Darum wurde (und wird) ihre Wirkung kurzerhand als suggestiv abgetan. Ab C12 therapieren Homöopathen nach den Vorstellungen der Naturwissenschaften mit "Nichts"! Folglich kann auch die Heilung kein chemischer oder materieller Vorgang sein, sondern muss ebenso energetischen Prinzipien unterliegen. Die C1 entspricht von der Verdünnung her etwa der D2, die C2 in etwa der D4 usw.
Die Potenzen
D-Potenzen (Dezimal-Potenz, Verdünnungsschritte 1:10) Die Prinzipien der Homöopathie
Akut oder Chronisch? In der Homöopathie macht man einen strengen Unterschied zwischen akuter und chronischer Krankheit. Das liegt nicht nur an den selbstverständlichen und bekannten klinischen Unterschieden, sondern vor allem an der besonderen Definition, die Hahnemann den chronischen Krankheiten gab. Da Krankheit ja eine Verstimmung der Lebenskraft ist, macht das unterschiedliche Reagieren der Lebenskraft jeweils die Verschiedenheit aus. Für akute Krankheit ist der Lebenskraft sozusagen ein "Notprogramm" eingebaut, sie reagiert mit Abwehr- und Heilmaßnahmen, die wir alle als Fieber, Schweiß, Hautausschläge, usw. kennen, und die manchmal sehr dramatisch sein können. Aber immerhin: die Lebenskraft reagiert! Bei dem was Hahnemann eine chronische Krankheit nennt, verhält sich die Lebenskraft dagegen ganz anders. Sie lässt dieser chronischen Krankheit ungehindert Zutritt zum Organismus, "die verstandlose Lebenskraft nimmt sie im Körper ohne Bedenken auf, vermag aber keins derselben nicht einmal zu mindern, geschweige denn eigenthätig wieder aus dem Organismus zu entfernen." Hier gibt es keine Selbstheilungstendenz wie bei der akuten Erkrankung; so kehrt der Herpesausschlag an den Lippen wieder, ebenso die Migräne, sei es bei einem Wetterumschwung oder der Menses. Eine starke Infektanfälligkeit, ständig wiederkehrende Mittelohr- oder Mandelentzündungen zählen ebenfalls zu den chronischen Erkrankungen, um ergänzende Beispiele zu nennen. Die Homöopathie ist eine komplexe Heilmethode, basierend auf wissenschaftlicher Grundlage, mit einer eigenen Krankheits-, Arzneimittel- und Dosierungslehre sowie mit der Lehre über den Verlauf von Krankheiten. Die Personenbefragung - Anamnese - Bei der Anamnese werden zunächst die Haupt- und Nebenbeschwerden des Betroffenen erforscht. Weiterhin werden die Krankenvorgeschichte, die bisherigen Behandlungen und die familiäre Krankengeschichte sowie die individuellen Besonderheiten aufgenommen.
Die Fülle dieser Informationen - sie unterliegen der Schweigepflicht - muss der Homöopath in weiteren Arbeitsschritten analysieren. Er muss die Besonderheiten auswählen, die für die Mittelfindung wichtig sind und der Gesamtsituation und Persönlichkeit des Patienten am besten entsprechen. So behandelt die klassische Homöopathie keine Krankheiten, sondern sie behandelt den ganzen Menschen individuell mit seinen charakteristischen Symptomen auf Körper-, Geist- und Gemütsebene und so kann es sein, dass zehn Patienten mit der gleichen Krankheit zehn unterschiedliche Arzneien bekommen.
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